Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS

Kanton Appenzell Innerrhoden

Bereits 1941 beauftragte die Standeskommission des Kantons Appenzell Innerrhoden Pater Adalbert Wagner mit Vorarbeiten zu einem Inventar der Kunstdenkmäler des Kantons. Doch erst 1964 vereinbarten die GSK, der Kanton Appenzell Innerrhoden und die Schweizerischen Kapuzinerprovinz, die Inventarisationsaufgabe Pater Rainald Fischer zu übertragen mit dem Ziel, einen Kunstdenkmälerband zum Kanton Appenzell Innerrhoden zu verfassen. Im Spannungsfeld der Erwartungen der noch jungen Denkmalpflege, ein möglichst ausführliches und flächendeckendes Inventarwerk zu erhalten, und den Möglichkeiten eines Kunstdenkmälerbandes, entschied sich der Autor, den inhaltlichen Schwerpunkt auf den Hauptflecken Appenzell zu legen und die Dörfer und Einzelhoflandschaften anstelle steter Wiederholungen gleichartiger Erscheinungen in synthetischer Form dazustellen. Die kartografisch-typologische Erfassung der voralpinen Einzelhoflandschaft gewährleistet für den Leser den Zugang zu den Einzelobjekten. Pater Rainald entwarf, erstmals in einem Kunstdenkmälerband, auch die politische Ikonografie eines Standes. Der Kunstdenkmälerband zeigt vor allem im Hausbau das traditionelle Festhalten an Typus, Material und Bautechnik, und andererseits die Öffnung zur Welt mit Kulturaustausch im internationalen Netz. Erstmals innerhalb der Kunstdenkmälerinventarisation war auch eine inhaltliche Ergänzung und Abstimmung mit dem gleichzeitig erscheinenden ersten Band des Inventars der neueren Schweizer Architektur INSA 1850–1920 möglich.


Viehweide unter Kamor, Hoher Kasten und Staubern. Senntummalerei von Bartholomäus Lämmler 1854.  Foto: Kunstmuseum St. Gallen.
Viehweide unter Kamor, Hoher Kasten und Staubern.
Senntummalerei von Bartholomäus Lämmler 1854.
Foto: Kunstmuseum St. Gallen.


Alte Bleiche in Appenzell. Foto: Marc Hutter, Appenzell

Alte Bleiche in Appenzell.
Foto: Marc Hutter, Appenzell