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Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein

Das Fürstentum Liechtenstein besteht aus zwei historisch begründeten Landesteilen, dem Unterland im Norden und dem Oberland im Süden. Zum Oberland gehören die sechs Gemeinden Balzers, Triesen, Triesenberg, Vaduz, Schaan und Planken, zum Unterland die fünf Gemeinden Eschen, Gamprin, Mauren, Schellenberg und Ruggell. Vaduz ist Sitz der Landesbehörden und Residenz der fürstlichen Familie.


Blick von Süden auf die neue Pfarrkirche St. Josef in Triesenberg, erbaut 1938/39

1950 erschien in der Reihe der Kunstdenkmäler der von Erwin Poeschel bearbeitete Sonderband des Fürstentums Liechtenstein. 1999 erhielt die Kunsthistorikerin Cornelia Herrmann den Auftrag zu einer Neubearbeitung. 2007 wurde der Band II, das Oberland, herausgegeben. Das Buch beinhaltet neben den kirchlichen Bauten und ihrem Inventar auch öffentliche und private Profanbauten, das Schloss Vaduz, die Burgen Schalun und Gutenberg sowie Bildstöcke und Denkmäler. Mit den Bahnhöfen und Brücken werden zudem Aspekte der Verkehrsgeschichte vorgestellt. Die ehemaligen Fabrikgebäude der Baumwollspinnerei und Baumwollweberei Jenny, Spoerry & Cie. geben Zeugnis von der industriellen Entwicklung des Landes im 19. Jh.
Band I, Das Unterland, ist in Vorbereitung.

Die Kunstdenkmäler-Inventarisation ist unter die Trägerschaft des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (www.hvfl.li) gestellt. Die Finanzierung im Rahmen eines Verpflichtungskredites des Landes tragen die Gemeinden zur Hälfte mit.

Team / Kontakt

Cornelia Herrmann, Dr. phil., Inventarisatorin

Tel. 00423 236 75 38
E-Mail: cherrmann@hvfl.li


Kunsthistorikerin, Studium in den Fächern Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Geschichte an den deutschen Universitäten Giessen, Marburg und Trier sowie am Warburg Institute in London. Seit 1988 wissenschaftliche und museumspädagogische Arbeit am Marburger Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie Geschäftsführung einer hessischen Landesausstellung. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Kunst- und Kulturgeschichte, Malerei des 20.Jh. Seit 1996 Lebens- und Arbeitsmittelpunkt im Fürstentum Liechtenstein. Zunächst tätig für die Prof. Eugen Zotow - Ivan Miassojedoff-Stiftung mit Ausstellungen in Vaduz und Moskau, bis 1999 Kuratorin der Kunstsammlung der Kunststiftung der Verwaltungs- und Privatbank Vaduz.

Publikationen (Auswahl)

Höhenrausch und Fernsicht, Künstlerischer Wettbewerb und Ausstellung, Zwölf Kunstprojekte zum Internationalen Jahre der Berge, Karl Gassner und C.H., Eschen 2002

Holz oder Stein? Alpine Kur- und Berghäuser Liechtensteins zwischen Tradition und Moderne, in: Histoire des Alpes, Storia delle Alpi, Geschichte der Alpen, 2002/7. La culture materielle – Sources et problèmes. Die Sachkultur – Quellen und Probleme, Zürich 2002, S. 279 ff.

Geld für die Kunst – Gestern und heute, in: J. Wittstock: Die Stiftung Expressiver Realismus im Marburger Universitätsmuseum, Frankfurt 2000, S. 9 ff.

Die Dinge als bleibende Zeichen in einer vergänglichen Welt – Omaggio a Morandi, in: Günter Blau. Das malerische Werk, Begleitbuch zu den Sonderausstellungen in Marburg und Wilhelmshaven, Marburg 1999, S. 31 ff.

Die Faszination des Sammelns. Die Sammlung Stegmann in der Staatsgalerie Stuttgart, in: Liechtensteiner Volksblatt, 12. Dezember 1998, S.21

Balzers um 1951 – gesehen mit den Augen eines ukrainischen Emigranten, in: Balzner Neujahrblätter 1998, Balzers 1997, S. 49 ff.

Spuren eines Exils. Ivan Miassojedoff/ Eugen Zotow. 1881-1953. Eine Ausstellung in der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, Vaduz, in: Terra Plana, Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Tourismus und Wirtschaft, Nr. 4, 1997, S. 42 ff.

"Meine Biographie ist mir nicht gelungen", Verena Haas und C.H., in: Ivan Miassojedoff/ Eugen Zotow. 1881-1953. Spuren eines Exils, Bern 1997, S. 15 ff.

"...mach Porträts von ihnen und fabriziere nur das. Das gibt der Seele mehr Verfeinerung.", in: Ivan Miassojedoff/ Eugen Zotow. 1881-1953. Spuren eines Exils, Bern 1997, S. 92 ff.

Ivan Miassojedoff/ Prof. Eugen Zotow. 1881-1953. Leben und Werk. Kunstagenda 1997 der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, Bern 1996

Visionen der Wirklichkeit. Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Rainer Zimmermann, Marburg 1995

Der Gerittene Aristoteles. Das Bildmotiv des "Gerittenen Aristoteles" und seine Bedeutung für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung vom Beginn des 13.Jahrhunderts bis um 1500, Dissertation Philipps-Universität Marburg, Pfaffenweiler 1991

Sowie weitere Veröffentlichungen zwischen 1988 und 1994.

 


Historischer Verien für das Fürstentum Liechtenstein, Planknerstrasse 39, FL-9494 Schaan

www.hvfl.li (siehe Projekte bzw. Kunstdenkmäler)