Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS

Kanton Aargau

Der Kanton Aargau beginnt in den 1940er Jahren mit der Inventarisation seiner Kunstdenkmäler. In sieben Jahrzehnten erscheinen zehn Kunstdenkmälerbände; bis zum Abschluss der Erstinventarisation stehen noch zwei Bände aus.
Die Abteilung der Kunstdenkmäler-Inventarisation ist bei der Kantonalen Denkmalpflege angesiedelt und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Bauberatung, Bauinventar und Dokumentation.

 

Zuletzt erschienen (Der Bezirk Laufenburg, 2019)

Der vielschichtige Band behandelt den katholisch geprägten Bezirk Laufenburg, der sich im oberen Fricktal vom Rhein südwärts weit in den Tafeljura erstreckt und die Kleinstadt Laufenburg sowie 17 Landgemeinden umfasst. Dem Bezirkshauptort Laufenburg, der sich unter den Habsburgern im frühen 13. Jh. zur Stadt entwickelte, gilt ein besonderes Augenmerk. Von den Resten der Grafenburg und der Stadtbefestigung über die barockisierte Stadtkirche, den stuckierten Gerichtssaal mit seinen habsburgischen Kaiserporträts bis zu den Altstadthäusern und zum Wasserkraftwerk reicht der breite Themenfächer. Die Landgemeinden sind von dem in den 1960er-Jahren einsetzenden Wirtschaftswachstum und der sich beschleunigenden Neubautätigkeit bisher ganz unterschiedlich tangiert worden. Während etwa Frick durch die A3 in den Sog der Zentren Basel und Zürich geriet und einen gewichtigen Teil seines historischen Baubestands einbüsste, hat sich dieser in etwas abseits gelegenen Ortschaften wie Hottwil, Ittenthal, Wittnau und Wölflinswil recht gut erhalten. Von den alles überstrahlenden Pfarrkirchen sind die barocken Neubauten in Herznach, Frick und Mettau die kunstgeschichtlichen Höhepunkte.

 

In Bearbeitung (Der Bezirk Zurzach)

Im Frühjahr 2017 begannen die Recherchen zum ersten Zurzacher KdS-Band (AG XI, der Bezirk Zurzach I). Der Band wird die Kunstdenkmäler des Aaretals mit dem Städtchen Klingnau, des Surbtals mit den beiden ältesten erhaltenen Synagogen der Schweiz (Lengnau, Endingen) sowie des unteren Rheintals mit dem Kirchspiel Leuggern behandeln. Der Band erscheint voraussichtlich 2024/25.

 

Bisher erschienene Bände aus der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau»:

Band I: Michael Stettler. Die Bezirke Aarau, Kulm, Zofingen. Basel 1948.

Band II: Michael Stettler und Emil Maurer. Die Bezirke Lenzburg und Brugg. Basel 1953.

Band III: Emil Maurer. Das Kloster Königsfelden. Basel 1954.

Band IV: Peter Felder. Der Bezirk Bremgarten. Basel 1967.

Band V: Georg Germann. Der Bezirk Muri. Basel 1967.

Band VI: Peter Hoegger. Der Bezirk Baden I. Baden, Ennetbaden und die oberen Reusstalgemeinden. Basel 1976.

Band VII: Peter Hoegger. Der Bezirk Baden II. Die Landgemeinden des Limmattals, des Surbtals, des Aaretals und des unteren Reusstals sowie das Kloster Fahr. Basel 1995.

Band VIII: Peter Hoegger. Das ehemalige Zisterzienserkloster Wettingen. Basel 1998.

Band IX: Edith Hunziker und Peter Hoegger. Der Bezirk Rheinfelden. Bern 2011.

Band X: Edith Hunziker und Susanne Ritter-Lutz. Der Bezirk Laufenburg. Bern 2019.

 

Mettau. Pfarrkirche. St. Remigius. Kartusche mit Emblem, 1775. Foto: Christine Seiler 2017.

 

Hornussen. Herzog-Schilling-Haus. Foto: Kantonale Denkmalpflege
Hornussen. Herzog-Schilling-Haus. Foto: Kantonale Denkmalpflege.

 

Synagoge Lengnau
Inneres der 1845–1847 nach Plänen von Ferdinand Stadler errichteten Synagoge Lengnau. Foto: Denkmalpflege Kt. Aargau. Foto: Christine Seiler 2004.

 

Team / Kontakt

Edith Hunziker, lic. phil. I, Kunsthistorikerin

Tel. (+41) 062 835 23 45
edith.hunziker2@ag.ch

Geboren 1962. 1983–1990 Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der italienischen Linguistik an der Universität Basel. 1991–2002 tätig bei der Aargauischen Denkmalpflege als Verfasserin des Kurzinventars der Kulturobjekte des Kantons Aargau. 2002–2004 freiberufliche Kunsthistorikerin. Seit 2005 Kunstdenkmäler-Inventarisatorin im Kanton Aargau.

Edith Hunziker

Dr. Susanne Ritter-Lutz, Kunsthistorikerin

Tel.: +41 (0)62 835 23 54
susanne.ritter@ag.ch

Susanne Ritter-Lutz, geb. 1955, ist Kunsthistorikerin, Archäologin und Museologin MAS mit einer reichen und vielfältigen beruflichen Erfahrung, die sie u.a. bei Inventarisationsarbeiten in der Denkmalpflege (Thurgau, Bern), an verschiedenen Museen (Historisches Museum Bern, Abbegg-Stiftung Riggisberg, Museum Murten), als Autorin, in der redaktionellen Arbeit sowie bei Übersetzungen (u.a. Schweizerische Kunstführer GSK, Historisches Lexikon der Schweiz) gesammelt hat. Ab Anfang 2012 ist sie an der Inventarisierung für «Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau» tätig.

Dr. Susanne Ritter-Lutz

 

Thomas Manetsch, lic. phil., Kunst-/Historiker

Tel. +41 (0)62 835 23 50
thomas.manetsch@ag.ch

Geboren 1979. 1999 bis 2006 Studium der Allgemeinen Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich. Mitherausgabe der Publikation "Schweizer Städtebilder. Urbane Ikonographien (15.-20. Jahrhundert), Zürich 2013. Bis 2017 Assistent am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit des Historischen Seminars der Universität Zürich, 2013 und 2016 Stipendiat des Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venedig im Zusammenhang des Editionsprojekts diplomatischer Depeschen vom Hofe Kaiser Karls V. Seit 2019 mitwirkend bei der Kunstdenkmäler-Inventarisation des Kantons Aargau.

 

Departement Bildung, Kultur und Sport
Denkmalpflege, Kunstdenkmäler-Inventarisierung
Bachstrasse 15
5001 Aarau
Tel. (+41) 062 835 23 40