Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS / Kanton Glarus

 

Erste Anstrengungen zur Kunstdenkmälerinventarisation im Kanton Glarus wurden bereits 1941 unternommen durch den Architekten Hans Leuzinger († 1971). Später leistete der Kunsthistoriker Jürg Davatz bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007 wichtige Vorarbeiten zu den Kunstdenkmälern des Glarner Unterlands. Davatz war darüber hinaus Verfasser zahlreicher Monografien zu Architektur und Kunst im Kanton, u.a. zum Näfelser Freulerpalast.

Nach Wiederaufnahme der Inventarisation im Jahr 2009 erschien 2017 als der erste von drei geplanten Kunstdenkmälerbänden der Band zu Glarus Nord (GL II).

 

Zuletzt erschienen: Glarus Süd (2025)

Im land- und alpwirtschaftlich geprägten Glarner Hinterland stehen fünf mittelalterliche Kirchen, drei Barockkirchen und die Burgruinen Sola und Benzigen. Daneben prägen viele kaum bekannte spätmittelalterliche und frühneuzeitliche, meist als Strickbauten mit Tätschdächern erbaute Wohnhäuser die Siedlungslandschaft. Baukünstlerische Akzente setzen barocke Wohnhäuser wie dasjenige Johann Heinrich Elmers in Elm, besser bekannt als Suworowhaus, oder das Wohnhaus Adam Schiessers in Diesbach.

Den durch den südlichen Kantonsteil Reisenden fällt wohl zuerst die grosse Zahl stattlicher Wohnhäuser des 19. Jh. auf, die in dichter Folge im biedermeierlichen Klassizismus und im Heimat- oder Reformstil von Fabrikanten und Unternehmern, teilweise mit namhaften auswärtigen Architekten erbaut wurden. Wirtschaftliche Grundlage bildete die Textilindustrie. Davon zeugen noch heute Fabriken in fünfzehn der siebzehn Dörfer des Glarner Hinterlandes, zuvorderst die Textildruckerei Trümpy & Jenny in Mitlödi mit Druckereigebäude, Hochkamin, Hängeturm und zwei Fabrikantenvillen.

 

In Bearbeitung: Glarus (2031 / 2032)

Der Kunstdenkmälerautor und Kunsthistoriker Andreas Bräm erarbeitet zurzeit den dritten und letzten Band der kantonalen Reihe, der sich mit der Gemeinde Glarus und dem gleichnamigen Hauptort des Kantons befasst. Mit Erscheinen des Bands wird die Erstinventarisierung des Kantons abgeschlossen.

 

Bisher erschienene Bände aus der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus»

Band II: Andreas Bräm. Glarus Nord. Bern 2017.

Band III: Andreas Bräm. Glarus Süd. Bern 2025.

 

Schwändi. Oberschwändi 218/219. Das bedeutendste Wohnhaus des Dorfes errichtete Fridolin Schiesser mit dem Zimmermann Hans Balthasar Luchsinger 1755. Foto: Jürg Zürcher 2021.
 

Betschwanden. Reformierte Pfarrkirche. Um 1300 erbaute Chorturmkirche. Der Innenraum ist hauptsächlich durch die Erneuerung von 1914 durch die Architekten Streiff und Schindler geprägt. Foto 2020.
 

Haslen. Dorfstrasse 23/21 / Alpstrasse 1. Stüssihaus von 1538. Foto: Jürg Zürcher 2021.

 

Team / Kontakt 

 

PD Dr. Andreas Bräm  

Kunstdenkmälerinventar
Gerichtshausstrasse 25
8750 Glarus

andreas.braem@gl.ch

 

Der Kunstdenkmälerinventarisator in Filzbach: das Schulhaus von 1838 und drei Wohnbauten des 19. Jahrhunderts, im Hintergrund Amden / SG und der Leistkamm.

 

Publikationsliste des Autors:
www.nebis.ch
www.kubikat.org