Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS

Kanton Zürich

Der Kanton Zürich engagiert sich mit Unterbrüchen bereits seit 1929 für das Kunstdenkmäler-Projekt. Der erste Band erschien 1938 und behandelte die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Mit dem Band zum Bezirk Dietikon fand die Erstbearbeitung des Kantons inklusive der Städte Winterthur und Zürich 1997 ihren Abschluss.
Zwischen 1998 und 2016 wurde in Zusammenarbeit von Stadt und Kanton die Stadt Zürich in acht Bänden umfassend neu erforscht und publiziert. Aktuell ist der Kanton Zürich durch insgesamt 17 Kunstdenkmälerbände abgedeckt.
Mit dem Neustart der Kunstdenkmäler-Inventarisation 2018 sollen auch diejenigen sieben Landbezirke, deren Bearbeitung zwischen 1930 und 1943 erfolgte, grundlegend neu erarbeitet werden. Der Bezirk Dielsdorf wurde erstmals 1943 im Rahmen eines Kunstdenkmälerbands publiziert. Der Band behandelte neben Dielsdorf auch die Bezirke Bülach, Hinwil, Horgen und Meilen. Für die Beschreibung der einzelnen Gemeinden standen entsprechend nur wenige Buchseiten zur Verfügung.

 

Zuletzt erschienen (N.A. VI. Stadt Zürich VI. Die Grossstadt Zürich 1860–1940, 2016)

Gegenstand des sechsten Bandes der Neubearbeitung der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich» sind Architektur und Städtebau Zürichs zwischen 1860 und 1940. Den historischen Rahmenbedingungen, zu denen etwa die beiden «Eingemeindungen» 1893 und 1934, der wirtschaftliche und intellektuelle Aufbruch zur Metropole oder auch die Ära des «Roten Zürich» gehören, sind als Sachkultur exemplarische Bauten zur Seite gestellt.
Diese reichen von Kirchen, die wie spirituelle Triangulationspunkte die zusehends säkularisierte Stadt überziehen, bis zu den kargen oder opulenten Blockrandbauten des ausgehenden 19. Jh. und weiter zu den grosszügigen, genossenschaftlichen Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre. Die Neuorganisation der städtischen Infrastrukturen manifestierte sich in Bahnhöfen, Tramwartehallen, Wasserwerken und Transformatorenstationen. Geschäftshäuser und Verwaltungsbauten dominieren die City und zeugen z. B. an der Bahnhofstrasse und der Walche von der Bedeutung als Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum. Die Bildungs- und Kulturstadt erhält mittels der Hochschulen und Museen aber auch mit Kinos, der offenen Radrennbahn in Oerlikon oder dem Volkshaus am Helvetiaplatz ihr Gesicht.
Der Leser kann je nach Wahl mittels der synthetischen Texte einen thematischen Überblick gewinnen, der sich an Einzelbauten konkretisieren lässt, oder sich für exemplarische Bauten interessieren, die über einführende Texte in einen weiteren Kontext gestellt sind.

 

In Bearbeitung (N.A. VII, Der Bezirk Dielsdorf)

Der zu erarbeitende Band zum Bezirk Dielsdorf im Zürcher Unterland beinhaltet 22 politische Gemeinden, die teils mehrere Ortschaften umfassen. Die Neue Ausgabe erscheint voraussichtlich 2023.

 

Bisher erschienene Bände aus der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich»:

Band I: Hermann Fietz. Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Basel 1938.

Band II: Hermann Fietz. Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Basel 1943.

Band III: Hans Martin Gubler. Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Basel 1978.

Band IV: Konrad Escher. Die Stadt Zürich. Erster Teil. Basel 1939.

Band V: Hans Hoffmann, Konrad Escher, Paul Kläui. Die Stadt Zürich. Zweiter Teil: Mühlen und Gasthöfe, Privathäuser, Stadterweiterung, Sammlungen. Basel 1949.

Band VI: Emmanuel Dejung, Richard Zürcher, Hans Hoffmann. Die Stadt Winterthur und die Stadt Zürich (kunstgeschichtliche Zusammenfassung). Basel 1952.

Band VII: Hans Martin Gubler. Der Bezirk Winterthur. Südlicher Teil. Basel 1986.

Band VIII: Hans Martin Gubler. Der Bezirk Winterthur. Nördlicher Teil. Basel 1986.

Band IX: Karl Grunder. Der Bezirk Dietikon. Basel 1997.

Band N.A. I: Christine Barraud Wiener, Peter Jezler. Die Stadt Zürich I. Die Stadt vor der Mauer, mittelalterliche Befestigung und Limmatraum. Basel 1999.

Band N.A. II.I: Christine Barraud Wiener, Regine Abegg. Die Stadt Zürich II.I. Altstadt links der Limmat, Sakralbauten. Bern 2002.

Band N.A. II.II: Regine Abegg, Christine Barraud Wiener. Die Stadt Zürich II.II. Altstadt links der Limmat, Profanbauten. Bern 2003.

Band N.A. III.I: Regine Abegg, Christine Barraud Wiener, Karl Grunder. Die Stadt Zürich III.I. Altstadt rechts der Limmat, Sakralbauten. Bern 2007.

Band N.A. III.II: Regine Abegg, Christine Barraud Wiener, Karl Grunder, Cornelia Stäheli. Die Stadt Zürich III.II. Altstadt rechts der Limmat, Profanbauten. Bern 2007.

Band N.A. IV: Karl Grunder. Die Stadt Zürich IV. Die Schanzen und die barocken Vorstädte. Bern 2005.

Band N.A. V: Christine Barraud Wiener, Regula Crottet, Karl Grunder, Verena Rothenbühler. Die Stadt Zürich V. Die Ausgemeinden der Stadt Zürich bis 1860. Bern 2012.

Band N.A. VI: Regula Crottet, Karl Grunder, Verena Rothenbühler. Die Stadt Zürich VI. Die Grossstadt Zürich 1860–1940. Bern 2016.

 

Regensberg, Ansicht der Oberburg. Foto: Regula Crottet, 2017
Regensberg, Ansicht der Oberburg. Foto: Regula Crottet, 2017.

 

Otelfingen, Untermühle von 1598. Foto: Kantonale Denkmalpflege Zürich, Hochbauamt, 1970.

Otelfingen, Untermühle von 1598. Foto: Kantonale Denkmalpflege Zürich, Hochbauamt, 1970.

Oberglatt, ref. Kirche, 1962–1964 erbaut von Architekt Ernst Gisel. Foto: Kantonale Denkmalpflege Zürich, Hochbauamt, 1965.

Oberglatt, ref. Kirche, 1962–1964 erbaut von Architekt Ernst Gisel. Foto: Kantonale Denkmalpflege Zürich, Hochbauamt, 1965.

Organisatorische Anbindung

Bis 2016 war die Kunstdenkmäler-Inventarisation der Direk­tion der Justiz und des Innern unterstellt (zunächst Fachstelle Kultur, dann Staatsarchiv).
Seit Anfang 2018 werden die Kunstdenkmälerbände in einer Zusammenarbeit von Uni­versität Zürich (Kunsthistorisches Institut, Lehrstuhl für Kunstgeschichte des Mittelalters, Archäologie der frühchristlichen, hoch- und spätmittelalterlichen Zeit, Prof. Dr. Carola Jäggi) und der Kantonalen Denkmalpflege (Baudirektion, Amt für Raumentwicklung) erarbeitet. Während das Projekt örtlich bei der Kantonalen Denkmalpflege in Dübendorf angesiedelt ist, wird es organisatorisch und fachlich vom Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich betreut, das von der Baudirektion mit dem entsprechenden Forschungsauftrag betraut wurde.

 

Team / Kontakt

Von links: Regula Crottet, Philipp Zwyssig, Anika Kerstan
Von links: Regula Crottet, Philipp Zwyssig, Anika Kerstan

 

Regula Crottet, lic. phil. Kunsthistorikerin
regula.crottet@uzh.ch
Tel: 043 259 69 72

Anika Kerstan, MA Kunsthistorikerin
anika.kerstan@uzh.ch
Tel: 043 259 69 29

Philipp Zwyssig, Dr. phil. Historiker
philipp.zwyssig@uzh.ch
Tel: 043 259 69 07

 

Adresse

Baudirektion
Amt für Raumentwicklung
Abteilung Archäologie & Denkmalpflege
Kunstdenkmäler-Inventarisation                        
Stettbachstrasse 7
8600 Dübendorf

 

Links

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