Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS / BS

Der Kanton Basel-Stadt ist seit Anbeginn mit dem wissenschaftlichen Inventarwerk „Die Kunstdenkmäler der Schweiz“ verbunden. Bereits 1932 erschien der erste Basler Band, der die Stadtgeschichte, die Befestigungen und das Rathaus thematisierte. Bis 1966 folgten vier weitere Bände zum Münsterschatz, zu den mittelalterlichen Kirchen, Klöstern und Kapellen. 1971 und 1982 wurden die längst vergriffenen älteren Basler Bände nachgedruckt und mit Nachträgen ergänzt.

1991 wurde die Bearbeitung der Profanbauten aufgenommen. Dem 2004 erschienenen Inventar zur Kleinbasler Altstadt von Thomas Lutz folgte im 2006 der erste Grossbasler Band zu den Baudenkmälern rechts des Birsigs mit dem Münsterhügel, dem geschichtlichen und baulichen Herzstück der Stadt, verfasst von Anne Nagel, Martin Möhle und Brigitte Meles. Zwei weitere Bände werden das übrige Gebiet der mittelalterlichen Stadt innerhalb der Mauern abdecken: Martin Möhle bearbeitet die Altstadt links des Birsigs mit Leonhardshügel und Petershügel, Anne Nagel die Vorstädte, also jenen Bereich, der einst zwischen der Inneren und der Äusseren Stadtmauer lag.

Die Kunstdenkmäler-Inventarisation des Kantons Basel-Stadt ist der Kantonalen Denkmalpflege angegliedert. Der ständige fachliche Austausch mit den Mitarbeitern des Bauinventars, der Bauforschung und der Bauberatung kommt dem Inventar zugute.


 

Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt X: Das Basler Münster

Das Fehlen einer wissenschaftlichen Gesamtdarstellung des Basler Münsters, das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenbauten am Oberrhein und zu den Schlüsselwerken der romanisch-gotischen Baukunst zählt, wird seit vielen Jahren beklagt. Die GSK hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lücke in ihrer Publikationsreihe „Die Kunstdenkmäler der Schweiz“ zu schliessen. Ein substanzieller Beitrag aus dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt sowie weitere wesentliche Geldbeträge von Förderstiftungen und privaten Mäzenen aus Basel haben das Forschungsprojekt ermöglicht. Der Projektstart erfolgte im April 2012. Der Band zum Basler Münster (Basel-Stadt Band X) wird am 11. Oktober 2019 vorliegen – auf den Tag genau zum 1000-jährigen Jubiläum des von Kaiser Heinrich II. gestifteten, ottonisch-frühromanischen Münsters. Für die Bearbeitung konnte ein qualifiziertes Autorenteam gewonnen werden. Als Hauptautoren wirken Hans-Rudolf Meier und Dorothea Schwinn Schürmann, die mit dem Basler Münster bestens vertraut sind. Die Kunsthistorikerinnen Carola Jäggi und Anne Nagel sowie der Historiker Stefan Hess und der Archäologe Marco Bernasconi liefern weitere Beiträge an die Publikation. Das Projekt wird von Ferdinand Pajor, GSK geleitet und von der Kunstdenkmäler-Autorin Anne Nagel koordiniert. Ein Beirat, über den alle projektrelevanten Institutionen eingebunden sind, unter der Leitung des ehemaligen GSK-Präsident Benno Schubiger begleitet das Unternehmen.

 

Baseler Münster, Foto: Erik Schmidt
Foto: Erik Schmidt

 

 

 

Team / Kontakt

Hans-Rudolf Meier, Prof. Dr. phil., Kunsthistoriker
Tel. +49 (0)3643 58 31 30
hans-rudolf.meier@uni-weimar.de

Geb. 1956. Studium der Kunstwissenschaft, Geschichte und Mittelalter-Archäologie in Basel, Freiburg i.Br. und Zürich. Assistent an der Uni Basel, dort 1992 Promotion, danach Oberassistent am Institut für Denkmalpflege der ETH Zürich. 2000 Habilitation an der Universität Basel. Mitarbeiter an und Leiter von Projekten des Schweiz. Nationalfonds. 2003 Berufung auf die Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung der TU Dresden, seit 2008 Professor für Baugeschichte und Denkmalpflege an der Bauhaus-Universität Weimar, 2011/12 Prorektor für Forschung. Seit 2012 Kunstdenkmäler-Autor.

 

 

Hans-Rudolf Meier, Prof. Dr. phil., Kunsthistoriker

 

Martin Möhle, Dr. phil., Kunsthistoriker
Tel. (+41) 061 267 44 81
martin.moehle@bs.ch

Geb. 1961. Studium in Braunschweig und Marburg. Dissertation über den Braunschweiger Dom. Mitarbeit bei Freien Bauforschungsbüros in Deutschland 1992–1999, 1999–2000 eigenes Büro in Lübeck. Projekte (Auswahl): Baugeschichtliche Untersuchung der Goslarer Kaiserpfalz. Kurzinventar und denkmalpflegerische Zielplanung für die Residenzstadt Neustrelitz in Mecklenburg. Inventarisierung der Lübecker Altstadt. Seit 2001 Kunstdenkmäler-Autor in Basel.

Veröffentlichungen zu mittelalterlicher Sakral- und Profanarchitektur, Skulptur, Glasmalerei, Sozialtopographie, Städtebau im 18./19. Jahrhundert.

 

Dr. Martin Möhle 

 

Anne Nagel, lic. phil., Kunsthistorikerin
Tel. (+41) 061 267 44 80
anne.nagel@bs.ch

Geb. 1964. Studium der Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Basel und Berlin, 1987-93 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Museum Basel, 1993-98 Schweiz. Nationalfondsprojekt zur Glasmalerei in Basel, 1995-99 Konservatorin des Spielzeugmuseums, Dorf- und Rebbaumuseums Riehen, seit 1999 Kunstdenkmäler-Autorin des Kantons Basel-Stadt, seit 2006 Mitglied der Redaktionskommission GSK. Publikationen zu Profanarchitektur, Siedlungsgeschichte, Gartenarchitektur, Sepulkralkultur und Glasmalerei.

 

 

 

Dorothea Schwinn Schürmann, lic. phil., Kunsthistorikerin
Pfaffenmattweg 57, 4132 Muttenz
Tel. (+41) 061/ 461 85 57
dorothea.schwinn@bluewin.ch

Geb. 1961. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Basel und München. 1989–2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Basler Denkmalpflege, zuständig für das Stadt- und Münstermuseum/Museum Kleines Klingental Basel. Inventarisierung der Skulpturensammlung und Neueinrichtung der dortigen Dauerausstellungen „Skulpturen des Basler Münsters“ und „Kloster Klingental Basel“, Wechselausstellungen. 2005-2012 freischaffende Autorin, Aufträge der Basler Münsterbauhütte und diverser Denkmalpflegeämter, Publikationen zum Basler Münster. Seit 2012 Kunstdenkmäler-Autorin.

 

 

Dorothea Schwinn Schürmann

 

Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt
Unterer Rheinweg 26
4058 Basel

www.denkmalpflege.bs.ch