Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS / SG

Der Kanton Sankt Gallen gehörte 1941 mit dem Beschluss, seine Kunstdenkmäler im Rahmen der Reihe der GSK zu dokumentieren, zu den Pionieren auf diesem Feld in der Schweiz. Zwischen 1951 und 1970 erschienen fünf Bände: Sarganserland, Stadt und Kloster Sankt Gallen, Gaster und Seebezirk. Da der damalige Bearbeiter Dr. Bernhard Anderes vermehrt für dringende denkmalpflegerische Arbeiten eingesetzt wurde, kam die Arbeit an dem Werk allerdings zum Erliegen.

Nach 40 Jahren, am 8. Juni 2010 hat die Regierung des Kantons St. Gallen beschlossen, die Arbeit am Inventarwerk wieder aufzunehmen und so dem wertvollen Denkmälerbestand des Kantons Rechnung zu tragen. Zu den fünf bereits erschienenen Bänden sollen insgesamt sieben neue Bände hinzukommen: Je ein Band für die Regionen Werdenberg und Rheintal, drei Bände für das Fürstenland und zwei für das Toggenburg.

In den nächsten sechs Jahren soll dank der Finanzierung durch den kantonalen Lotteriefonds zunächst ein Band über die Region Werdenberg entstehen. Werdenberg ist ebenso wie das Rheintal trotz hochwertiger Baudenkmäler wenig erforscht. Bislang fehlt für das Gebiet eine umfassende Überblicksdarstellung, und so wird der Band eine empfindliche Lücke schliessen. Die Arbeit an dem neuen Band kann sich zum Teil auf eine regional und auf privater Basis intensiv gepflegte historische Forschung stützen.

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Grabserberg, Im Lehn (Foto Daniel Studer, St. Gallen)

Gemeinden und Orte wie Grabs, dessen Geschichte bis in die römische Antike zurückreicht, Werdenberg selbst mit seinem Schloss aus dem 13. Jahrhundert, Sax mit der Burgruine Hohensax sowie Sennwald, das 615 zuerst erwähnt wurde, versprechen einen gehaltvollen Beitrag zu den „Kunstdenkmälern der Schweiz“.


Sevelen Kirche
Sevelen Kirche (Foto Moritz Flury-Rova, Kantonale Denkmalpflege, St. Gallen)
 

Werdenberg SchlossWerdenberg Schloss (Foto Moritz Flury-Rova, Kantonale Denkmalpflege St. Gallen)


Werdenberg
Werdenberg (Foto Moritz Flury-Rova, Kantonale Denkmalpfelge St. Gallen)



Team / Kontakt

Carolin Krumm, Dr.phil., Kunsthistorikerin
Tel. (+41) 058 229 38 42
carolin.krumm@sg.ch

Carolin Krumm, geb. 1965, besitzt umfangreiche Erfahrung in der Kunstdenkmälerinventarisation, die sie in Niedersachsen und in Hessen bei der Erstellung von Denkmaltopographien gesammelt hat. Sie ist fachlich breit ausgewiesen, wurde 1995 an der Ruhr-Universität Bochum zu dem Thema «Der spätmittelalterliche bis frühneuzeitliche Markt- und Verwaltungsbau in Südwestdeutschland» promoviert und hat neben ihrer denkmaltopographischen Arbeit stets publiziert. Darüber hinaus besitzt sie kuratorische Erfahrung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Profanbauwesen und Fachwerkbau des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.

Kanton St.Gallen
Departement des Innern
Amt für Kultur, Denkmalpflege
Rorschacher Strasse 23
9001 St. Gallen
www.denkmalpflege.sg.ch

Carolin Krumm