Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS

Kanton Basel-Landschaft

Die Inventarisation in Kanton Basel-Landschaft begann bereits in den 40er Jahren mit Arbeiten Ernst Stockmeyers, die die Grundlage für die ersten der Bände von Hans-Rudolf Heyer legten (1969, 1974, 1986). 2014 erschien der Band IV zum Bezirk Waldenburg. Der letzte Band der kantonalen Reihe, Band V, befindet sich zurzeit in Bearbeitung und wird 2022 erscheinen.

 

Zuletzt erschienen (Der Bezirk Waldenburg, 2014)

Der Band über den Bezirk Waldenburg umfasst die 15 Gemeinden im südlichsten Teil des Kantons Basel- Landschaft, die mit ihren Juraübergängen immer schon eine strategisch wichtige Durchgangszone darstellten.
An früh- und hochmittelalterlichen Zeugnissen ist im Bezirk wenig erhalten. Bedeutende Ausnahmen sind die reformierte Kirche St. Martin in Bennwil und die ehemalige Klosterkirche Schöntal. Das Spätmittelalter hingegen hinterliess markante Bauten und ab 1529 prägte unter Stadtbasler Herrschaft die Reformation das Gebiet. Die enge Verbindung zum Basler Patriziat zeigt sich auch in den «Aussenhöfen». Diese sind eine Besonderheit des Bezirks. Mit ihren oft noch erhaltenen Innenausstattungen sind sie kulturhistorische Juwelen. Die ländlichen Siedlungen entlang den Durchgangsrouten des Bezirks werden zudem durch stattliche Wirtshäuser, wie zum Beispiel den Gasthof zum Rössli in Hölstein, geprägt. Im Verlauf des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jh. verbreitete sich als Nebenerwerb die Seidenbandweberei, welche auch die Architektur beeinflusste. Die Bauernhäuser erhielten grosse Fenster und Stuben. Nach ihrem Niedergang setzte im 19. Jh. mit der Ansiedelung der Uhrenindustrie im Bezirk Waldenburg ein neuerlicher wirtschaftlicher Aufschwung ein.

 

In Bearbeitung (Der Bezirk Laufen, 2022)

Seit 2016 befindet sich Band V zum Bezirk Laufen in Bearbeitung. Der junge Baselbieter Bezirk gehört erst seit 1994 zum Kantonsgebiet, nachdem sich die Bevölkerung in einer Volksabstimmung für einen Kantonswechsel ausgesprochen hat.
Die 13 Gemeinden Blauen, Brislach, Burg im Leimental, Dittingen, Duggingen, Grellingen, Laufen, Liesberg, Nenzlingen, Roggenburg, Röschenz, Wahlen und Zwingen werden somit vorerst den Schlusspunkt unter das Kunstdenkmälerprojekt des Kantons Basel-Landschaft setzen. Der Band erscheint 2022.

 

Bisher erschienene Bände aus der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft»:

Band I: Hans-Rudolf Heyer. Der Bezirk Arlesheim. Basel 1969.

Band II: Hans-Rudolf Heyer. Der Bezirk Liestal. Basel 1974.

Band III: Hans-Rudolf Heyer. Der Bezirk Sissach. Basel 1986.

Band IV: Axel Gampp und Sabine Sommerer. Der Bezirk Waldenburg. Bern 2014.

 

Kirche St. Oswald

Das mehrheitlich römisch-katholische Laufental zählt über ein
Dutzend Pfarrkirchen sowie mehrere Kapellen.
Nenzlingen, Kirche St. Oswald von 1756. Der Hochaltar aus dem
Jahr 1723 stand früher in der Oswaldkapelle von Schloss Zwingen
(Foto Simon Nägeli).

 

Grellingen, Arbeiterwohnhäuser von 1864

Die Industrialisierung hat das Laufental geprägt. Die wichtigsten baulichen Zeugen dieser
Entwicklung werden im Kunstdenkmälerband gewürdigt.
Grellingen, Arbeiterwohnhäuser von 1864 (Foto Claudio Affolter).

 

Team / Kontakt

Von links nach rechts: Axel Gampp, Franziska Schürch, Richard Buser, Isabel Koellreuter. Foto: Lea Hummel, Basel

 

Kontaktadresse der Autoren:

Dr. phil. Richard Buser
Bau- und Umweltschutzdirektion
Kanton Basel-Landschaft
Amt für Raumplanung
Kunstdenkmäler-Inventarisation
Kreuzbodenweg 2
Postfach
CH-4410 Liestal
E-Mail richard.buser@bl.ch

Prof. Dr. phil. Axel Christoph Gampp
Bau- und Umweltschutzdirektion
Kanton Basel-Landschaft
Amt für Raumplanung
Kunstdenkmäler-Inventarisation
Kreuzbodenweg 2
Postfach
CH-4410 Liestal
E-Mail axel.gampp@unibas.ch

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